The gallery is pleased to present Shag (Again), featuring work by Anna Betbeze and Keltie Ferris.

Kimono (2010), by Betbeze, admits to the decorative associations that have always plagued the tapestry as an art form, employing the technique and aesthetic unique to shag rug carpeting, first popular in the late 1960s. However, two elements render the piece useless as décor and cement its status as an art object: its peculiar shape – it is cut like a Japanese yukata kimono – and that it is dyed in a palette and pattern that is specific neither to the tradition of the kimono or general household tastes. Kimono is a clear comment on domesticity, femininity, and the interconnectedness of the two.

Keltie Ferris’s paintings – two on view – perform a similar subversion of their own medium; painting. Her use of spray paint confronts a tradition that has shunned, separated and arranged certain visual techniques and materials in a strict hierarchy. Ferris’s work too is born of a similar tension between tradition and transgressive technique, transposed from other, ‘lesser’ forms. This self-reflexive quality in Ferris and Betbeze makes them compatible to be shown side by side, but it is the strong linguistic drive in both artists that ties the work in Shag together. Meant as a double entendre, alluding to the rug and the act, the tapestry is the show’s namesake. Ferris’s work too, often encoded with references to sexual identity, relies on humorous, kitschy titles that highlight content within abstraction, a zinger to drive the punch. The pun title of the show brings these conceits to the fore, freshly re-focusing the work of these two artists.

Anna Betbeze (b. 1980, Mobile, AL) lives and works in Brooklyn. She received a MFA from Yale University in New Haven, CT and a BFA from University of Georgia, Athens. Her work has been included in exhibitions at Kate Werble, PPOW, and Ramiken Crucible, all New York, NY. Her work has recently been included in Time Out New York and The New Yorker.

Keltie Ferris (b. 1977, Louisville, KY) lives and works in Brooklyn. She received a MFA from Yale University in New Haven, CT and a BFA from Nova Scotia College of Art and Design (NSCAD). In addition to Horton Gallery, she has been featured in exhibitions at the Nerman Museum, Overland Park, KS; Deitch Projects and D’Amelio Terras, both New York, NY; David Castillo, Miami; and Pilar Corrias, London, England. Her work has recently been discussed in The New York Times, Modern Painters, Artforum, and Details, among others. She is the recipient of both a Jacob Javits Fellowship and a Rema Hort Mann Foundation Grant. Her work was the subject of a solo show at the Kemper Museum, Kansas City, MO, for which a publication is available through the gallery.

Shag was originally on view in July at Horton Gallery’s summer project space in Prenzlauer Berg, Berlin.

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Die galerie freut sich die Arbeit „Shag“ von Anna Betbeze und Keltie Ferris auszustellen.

Betbezes „Kimono“ (2010) bekennt sich zu den Assoziationen zu bloßen Dekorationen, welche den Wandteppich als Kunstform schon immer bedrängten. Sie verwendet die Technik und die Ästhetik, die für die Teppichknüpfung einzigartig ist und erstmals in den 60er Jahren populär wurden. Wie dem auch sei, zwei Merkmale kennzeichnen die Arbeit als dekorationsuntauglich und festigen seinen Status als Kunstwerk: die eigenartige Form- er ist wie ein japanischer Yukata Kimono geschnitten; und seine besondere Farbgestaltung- eingefärbt in einer Farbskala und einem Muster, das weder für die Tradition des Kimonos, noch für den gewöhnlichen Haushaltsgeschmack spezifisch ist. „Kimono“ ist ein eindeutiger Verweis auf Häuslichkeit und Weiblichkeit und deren unmittelbarer Vernetzung.

Keltie Ferris Bilder leisten eine ähnliche Subversion ihres eigenen Mediums: der Malerei. Ihre Verwendung von Sprühfarbe konfrontiert eine Tradition, die bestimmte visuelle Techniken und Materialien vermeidet, abgrenzt und in einer starken Hierarchie anordnet. Ferrises Arbeit ist auch aus einer Spannung zwischen Tradition und neuen, überschreitenden Techniken entsprungen, umgesetzt durch andere, unbedeutendere Formen. Diese selbstreflektierende Qualität in Ferrises und Betbezes Arbeit, eignet sich hervorragend dazu diese nebeneinander auszustellen. Dennoch ist es vor allem der starke sprachliche Antrieb den beide Künstlerinnen teilen, der die Arbeit „Shag“ zusammenhält. Aufgrund seiner Zweideutigkeit, ist der Teppich der Namensgeber der Ausstellung: er verweist nicht nur auf die Bedeutung des Teppichs sondern auch auf die Bezeichnung eines Geschlechtsaktes. Außerdem ist Ferrises Arbeit oft mit Referenzen zu sexueller Identität verschlüsselt und verlässt sich auf komische, kitschige Titel, die einen Inhalt jenseits des Abstrakten hervorheben. Sie sind geistreiche Bemerkungen um auf eine Pointe zu verweisen. Der wortspielerische Titel „Shag“ bringt so die Einbildung an die Front und fokussiert die Arbeit dieser zwei Künstlerinnen neu und frisch.

Anna Betbeze (geb. 1980 in Mobile, AL) lebt und arbeitet in Brooklyn. Sie erhielt ihren MA an der Yale Universität in New Haven, und ihren BA von der Universität Georgia in Athen. Ihre Arbeit waren Teil von Ausstellungen in „Kate Werble, PPOW und Ramiken Crucible (alle in New York) gezeigt. Zuletzt wurde ihre Arbeiten in den Ausstellungen „Time Out New York“ und „The Newyorker“ ausgestellt.

Keltie Ferris (geboren 1977 in Louisville, KY) lebt und arbeitet in Brooklyn. Sie erhielt ihren MA an der Yale Universität in New Haven und ihren BA von dem Nova Scotia College of Art and Design (NSCAD). Neben der Horton Gallery wurde sie in Ausstellungen des Nerman Museums, Overland Park, KS; den Deitch Projects und D`Amelio Terras, beide in New York; David Castillo, Miami; und Pilar Corrias, London ausgestellt. Ihre Arbeit wurde kürzlich unter anderem in den Zeitungen „The New York Times“, „Modern Painters“, „Artforum“ und „Details“ besprochen. Sie ist Empfängerin der „Jacob Javits Fellowship“ und „Rema Hort Foundation“ Förderung. Ihre Arbeit war der Titel einer Einzelaustellung des Kemper Museums in Kansas City, für die eine Veröffentlichung durch die Galerie zu erwerben ist.

Zuerst war „Shag“ während im Sommerprojekt der Horton Gallery im Prenzlauer Berg in Berlin zu sehen.

Installation View: Anna Betbeze & Keltie Ferris, Shag (Again), Horton Gallery, Berlin


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