The gallery is pleased to present Painting Treatments by Leidy Churchman, an exhibition featuring three new video works. The exhibition coincides with the artist’s inclusion in Greater New York at PS1/MOMA in New York and marks the opening of Horton Gallery’s new space in the Kreuzberg neighborhood of Berlin.

Vacillating between painting and sculpture, Churchman creates paintings on wood, painted sculpture, and paint-y videos. One might say that there is something “trans” about Churchman’s work. It moves “across” and “beyond” media and in doing so it makes metaphors between media, genders, and sexualities.

Highlighting the hand of the artist, the videos treat the studio as the site of transformation and creation, but also as a kind of canvas: set on a white background, the camera often lingers on shots of the compositions Churchman creates, turning the monitor into a de-facto frame. Employing a variety of common objects in lieu of a traditional paintbrush, including a bag of potato chips and a whip, Churchman makes a kind of ritual dance. Often using an assistant, Churchman partially excuses himself from the work’s making. If he is represented at all, it is only by a hand or an elbow—in pieces.

Paint here is used to blur things, to bring objects and bodies together. Painting here is “painting”—a permanent gerund, always in motion. There is also rhythm, however, a percussive sound of slaps and cracks. Objects are used in the wrong way - it is a gross viscous mix. Carolee Schneemann’s seminal performance Meat Joy (1964) comes to mind. In Churchman's works, we have a binding of bodies, which suggest the possibility of other selves—even a new body politic—to come.

The performative aspect of Churchman’s live paintings, particularly in Painting Treatments #1, strongly recalls Hans Namuth’s films of Jackson Pollock in action, and within the same revisionist vein of Churchman’s approach to oils, these videos give a subtle wink to the differences between Pollock’s notorious machismo and Churchman’s trans identity. Further complicating this allusion is Churchman’s choice to act upon passive, anonymous models, which remain unresponsive even to the more uncomfortable assaults upon their bodies. The artist tackles these themes with a dose of cheeky humor, demonstrating that while he is game to address the constellation of associations evoked by abstract action painting, gender, and agency, he is not above a playful, locker-room-style slap to the rear-end.

Leidy Churchman (b. 1979, Villanova, PA) lives and works in Brooklyn, NY. He received a MFA from Columbia University, New York, NY, and a BA from Hampshire College, Amherst, MA. His work is currently on view as a part of Greater New York at P.S.1 Contemporary Art Center, Long Island City, NY. He has been included in group exhibitions at Dumbo Arts Center, Brooklyn, NY; Los Angeles Contemporary Exhibitions, CA; and as a part of LTTR at Andrew Kreps Gallery. His work has been reviewed in The New York Times, Artforum, and The San Francisco Guardian. The artist was recently included on Jerry Saltz’s list of “33 Notable Artists Emerging After 1999”. The artist was recently awarded a Rijks Akademie Residency for 2011 in Amsterdam.

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Die galerie ist es eine besondere Ehre, die Ausstellung „Painting Treatments“ von Leidy Churchman zu präsentieren. Es handelt sich um eine Reihe von drei brandneuen Videoarbeiten des Künstlers. Die Ausstellung tritt zeitgleich mit Churchman´s Aufnahme in die Sammlung „Greater New York“ im PS1/MOMA in New York City auf und markiert außerdem die Neueröffnung des Berliner Standortes der Horton Gallery.

In dieser Arbeit oszilliert Churchman zwischen den Genres Malerei und Plastik. Er erschafft Malereien auf Holz, bemalte Plastiken und farbenfrohe Videos. Das Leitmotiv in dieser Arbeit könnte man als eine Auseinandersetzung mit dem Thema der „Trans-Identität“ bezeichnen. Er versucht, über die Grenzen der unterschiedlichen Medien hinauszugehen und erzeugt auf diese Weise Assoziationen zu den Medien, Gender und Sexualität.

Durch die Betonung der Hand des Künstlers, wird das Studio in den Videos zu einem Ort der Transformation und Erschaffung, gleichzeitig aber auch zu einer Art Leinwand. Platziert vor einem weißen Hintergrund, verweilt die Kamera oft bei den Aufnahmen von Churchman´s Kompositionen und verwandelt den Bildschirm so in einen Quasi-Rahmen. Durch die Verwendung von einer Vielzahl von Alltagsgegenständen an Stelle eines traditionellen Pinsels, einschließlich einer Packung Kartoffelchips oder einer Reitgerte, wird der Schaffensprozess zu einer Art rituellem Tanz. Churchman beruft sich oft auf die Hilfe eines Assistenten und entzieht sich so teilweise dem Arbeitsprozess. Wenn überhaupt, wird er nur durch das gelegentliche Aufblitzen seiner Hand oder eines Ellbogens vertreten.

Farbe wird hier dazu benutzt um die Dinge zu verwischen und die Objekte mit den Körpern zusammenzubringen. Diese Malerei ist als „das Malen“ im Prozess zu verstehen- eine ständige Verlaufsform und immer in Bewegung. Darüber hinaus ist auch Rhythmus wahrzunehmen. Die verschiedenen Arbeitsschritte erzeugen durch die Schläge und Bruchstellen einen perkussiven Klang. Objekte werden zweckentfremdet benutzt- es entsteht ein grobes und zähfließendes Durcheinander. Dabei wird einem vielleicht Carolee Schneemann’s bahnbrechende Performance „Meat Joy“ von 1964 ins Gedächtnis gerufen. In Churchman´s Arbeiten finden wir eine Bindung von Körpern vor, die uns die Möglichkeit von anderen Ichs suggeriert. Sie schlägt sogar die Möglichkeit einer völlig neuen Körperpolitik vor.

Der Performative Aspekt von Churchman´s Live-Malerei, insbesondere in „Painting Treatments #1“, erinnert stark an Hans Namuth’s Filme über Jackson Pollock in Aktion. Durch die Verwendung desselben revisionistischen Stils von Churchman´s Umgang mit den Ölfarben, geben diese Videos einen subtilen Hinweis auf die Unterschiede zwischen Pollocks notorischem Männlichkeitswahn und Churchman´s Trans- Identitäts Vorstellungen. Verkompliziert werden diese Hinweise dadurch, dass Churchman sich dazu entschlossen hat, auf passive, anonyme Models einzuwirken, die sogar bei den weniger angenehmen Übergriffen auf ihren Körper keine Reaktionen zeigen.

Der Künstler nähert sich diesen Themen mit einer guten Dosis frechem Humor. Damit demonstriert er, dass, obwohl er die Konstellation der Assoziationen, hervorgerufen durch abstraktes Action Painting, Gender und der Vermittlung, angeht, er dennoch selber nicht mehr sein könnte als ein verspielter Schlag auf den Hintern, wie er in einer Umkleidekabine stattfinden mag.

Leidy Churchman (geb. 1979 in Villanova, PA) lebt und arbeitet in Brooklyn, New York. Von der Columbia University New York erhielt er einen MFA, von dem Hampshire College Amherst, MA seinen BA. Seine Arbeiten kann man derzeit als Teil der „Greater New York“ Ausstellung im P.S.1 Contemporary Art Center, Long Island City, NY sehen. Er wurde in diverse Gruppenausstellungen aufgenommen, zum Beispiel im Dumbo Arts Center, Brooklyn, NY; in den Los Angeles Contemporary Exhibitions, CA; und als Teil der LTTR in der Andrew Kreps Gallery. Seine Arbeiten wurden bereits in der New York Times , dem Artforum, und dem San Francisco Guardian besprochen. Außerdem wurde der Künstler in Jerry Saltz’s Liste der 33 bemerkenswertesten Künstler die seit 1999 auftauchten, aufgenommen (“33 Notable Artists Emerging After 1999”). Vor kurzem wurde der Künstler mit der Rijks Akademie Residenz für 2011 in Amsterdam ausgezeichnet.

Installation View: Leidy Churchman, Painting Treatments, Horton Gallery, Berlin

Installation View: Leidy Churchman, Painting Treatments, Horton Gallery, Berlin

Installation View: Leidy Churchman, Painting Treatments, Horton Gallery, Berlin


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